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Die eigene Website
Informationen und Tipps zum Bau einer privaten oder schulischen Internetseite
Mehr als 255 Millionen Websites weltweit zählte das britische Monitoring-Unternehmen Netcraft im Dezember 2010. Zum Vergleich: Als das Unternehmen 1995 mit dieser Zählung begann, gab es weltweit gerade einmal 18.000 Webseiten. Tatsächlich sind Einrichtung und Pflege des eigenen Internetauftritts mittlerweile beinahe ein Kinderspiel, deswegen haben neben Unternehmen und Institutionen auch viele Privatleute längst den eigenen Webauftritt für sich entdeckt.
Doch trotz Kinderspiel: Einige Regeln und Grundlagen sollte man beachten, will man den Schritt ins Netz wagen. Das Internet-ABC hat dazu die wichtigsten Tipps für Sie zusammengestellt.
Ein Hinweis noch: Für das Medium Internet gibt es auch viele neue Fachbegriffe. Wenn Sie in unserer Rubrik "Wissen, wie's geht" also auf ein unbekanntes Wort stoßen sollten: Einfach im Internet-ABC-Lexikon nachschauen.
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Inhalt
Die Vorbereitung

Gute Planung ist alles. Bevor die Webseiten gebaut werden, stehen Überlegungen an, wie sie aussehen sollten. Für wen ist die Webseite gemacht? Muss sie Seriosität ausstrahlen oder richtet sie sich an ein junges Publikum, das ein flippiges Konzept erwartet? Wie hoch werden Bild- und Videoanteil darin sein, was ist also in puncto Kosten zu beachten? Einige grundsätzliche Erwägungen über Inhalt und Gestaltung der Webseite sollte man also gleich zu Beginn anstellen.
Inhalt
- Bevor es ans Werk geht, sollte man sich auf dem guten alten Papier aufzeichnen, was man veröffentlichen möchte, welche verschiedenen Bereiche die Homepage beherbergen wird und wie die Navigation verlaufen soll.
- Eine wichtige Überlegung: Was will ich meinen zukünftigen Besuchern bieten? Der zentrale Begriff heißt: Nutzen. Was haben die anderen Surfer von meiner Seite?
- Man muss das Rad nicht neu erfinden! Gucken Sie, wie es die anderen machen. Welche Seiten gefallen Ihnen? Wie wird navigiert? Was hat sich da eingebürgert? Surfer sind daran gewöhnt und finden sich auf einer Homepage, die ebenso verfährt, auf Anhieb zurecht. Die besten Seismografen für diese Entwicklungen sind die Onlineangebote der großen Medienhäuser.
- Keine "Bleiwüsten" anlegen. Das heißt: Die Texte in kleinen Blöcken und überschaubar anbieten.
- Aktualität: Der bekannte Satz "Nichts ist so alt wie die Zeitung von gestern", gilt auch fürs Internet. Webseiten, die lange nicht gepflegt werden und auf denen nichts Neues erscheint, locken keinen Besucher an. Man sollte also daran denken, auch für die Aktualisierung Zeit und Ressourcen einzuplanen.
- Ein sogenannter Relaunch gehört zu jeder Website, unter anderem, weil Surfverhalten und Nutzung sich ändern. Aber auch, weil es immer neue Anwendungen und Weiterentwicklungen gibt. Versuchen Sie also, Ihre Internetpräsenz auch kritisch zu begleiten und nutzen Sie die Möglichkeiten für Veränderungen.
Gestaltung
- Unternehmen nennen es Corporate Design oder Corporate Identity. Gemeint ist damit das gesamte Erscheinungsbild des Unternehmens - vor allen Dingen in den Kommunikationsbereichen. Zwar muss sich ein privater Homepagebetreiber nicht stur an ein eigenes CD halten, aber ein einheitliches Design auf allen Seiten und möglicherweise ein eigenes Logo lassen die Website bereits sehr viel professioneller aussehen.
- Der bekannte Spruch "Weniger ist mehr" hat auch hier seine Gültigkeit. Übervolle Seiten oder Seiten, auf denen es an allen Ecken und Enden blinkt und zappelt, werden die Besucher eher abschrecken, als sie zu einem wiederholten Besuch einzuladen.
- Alles, was den Surfer zum Warten verurteilt, wird ihn schnell zum Wegklicken veranlassen. Also bei den Dateien (besonders bei den Bildern) auf das richtige Format und die richtige Größe achten.
- Schön, wenn man für seine Seite ein attraktives Intro gebastelt hat, aber alle, die öfter auf diese Seiten kommen, verzichten darauf dann gern. Für sie muss es die Möglichkeit geben, dieses Intro zu überspringen.
Der Bauplatz
Kostenfrei ...

Anbieter für kostenlosen Webspace, also Speicherplatz für eine private Internetseite (Homepage), gibt es mittlerweile sehr viele. Neben den "Freespace"-Anbietern stellt beinahe jeder Provider seinen Kunden einen solchen Speicherplatz zur Verfügung, ohne dafür eine zusätzliche Gebühr zu erheben. Ob T-Online, Vodafone oder ein anderer Provider - es lohnt sich, einmal auf der Webseite des eigenen Vertragsanbieters zu schauen, ob es ein passendes Angebot gibt.
In der Regel sind dort zwischen 10 und 20 MB Speicherplatz zu haben - das ist meist mehr als genug, denn 10 MB reichen für etwa 300 Seiten aus. Und wen es nicht stört, dass in der Adresse seiner Homepage der spendable Wirt auftaucht, bekommt auch diese (also die so genannte Domain) umsonst.
Dazu werden häufig ebenfalls kostenfrei so genannte Homepagebaukästen bereitgestellt. Das erleichtert die Gestaltung der eigenen Website zwar ungemein, hat aber den Nachteil, dass die Individualität verloren geht, denn es werden nur bestimmte vorgefertigte Muster bereitgestellt, die nur in geringem Umfang Raum für eigenes Gestalten lassen.
... oder werbefrei
Für den kostenfreien Speicherplatz muss der Homepagebetreiber allerdings noch den einen oder anderen Werbebanner in Kauf nehmen. Wer lieber als "Ich" und werbefrei auftauchen möchte, kann sich Domain und Webspace auch bei seinem Provider oder einem anderen Anbieter kaufen. Dabei werden bei manchen Anbietern einmalige Gebühren für die Einrichtung fällig. Außerdem schlägt die private Homepage mit monatlich 2 bis 20 Euro zu Buche - oft gibt es auch eine kostenlose Einstiegsphase von mehreren Monaten.
Dafür gibt's bei diesen Anbietern zusätzlichen Support, zum Beispiel professionelle Web-Editoren - also Programme, mit denen man seine Homepage nach eigenem Geschmack gestalten kann. Damit ist auch die Einbindung von Fotos oder Videos kein Problem. Manche Anbieter bieten mit ihrem Web-Editor Datenbanksysteme im Hintergrund an, andere zielen auf leichte Bedienbarkeit. Die Wahl des Anbieters hat also durchaus etwas mit den Möglichkeiten zu tun, seine eigene Webseite zu gestalten.
Bilder und Videos
Allerdings sollte man die Vertragsbedingungen genau durchlesen. Die Anbieter unterscheiden sich nicht nur im Preis, sondern auch in den Möglichkeiten der Webseite. Bei einigen ist mehr Speicherplatz drin, es finden also mehr Bilder und Inhalte Platz. Andere bieten bessere Konditionen in Bezug auf die Größe des möglichen Downloads, also wie groß die Datenmenge ist, die Besucher einer Webseite herunterladen können. Werden die Grenzen überschritten, verteuert sich auch der monatliche Beitrag.
Um "Platz" zu sparen, können eigene Videos (mit eigenen Inhalten - Urheberrecht beachten!) auch bei YouTube oder einem ähnlichen Anbieter hochgeladen werden und anschließend über einen speziellen Code auf der eigenen Homepage eingebaut werden. Dazu muss man lediglich den Einbettungs-Code kopieren und in den HTML-Code der eigenen Webseite einfügen. Die Besucher können dann dieses so eingebundene Video auf der Website ansehen, obwohl es tatsächlich von YouTube geladen wird.
Der Bau - mit HTML

Und schon sind wir beim Homepage-Bau. Harte HTML-Kenntnisse sind schon lange nicht mehr nötig, um die eigene Homepage zu gestalten. Niemand muss mehr die Bedeutung der "Tags" (also der HTML-Befehle) lernen, die z.B. das Aussehen der Buchstaben und Texte bestimmen oder festlegen, welches Wort oder Bild verlinkt ist.
Längst gibt es Web-Editoren, mit denen sich Webseiten nahezu kinderleicht erstellen lassen. Dazu genügen bereits grundlegende Erfahrungen mit einem Textverarbeitungsprogramm wie WORD. Wer dennoch einen Einblick in die Grundzüge von HTML bekommen möchte, findet im Internet auch Schritt-für-Schritt-Anleitungen für Anfänger. Etwa bei:
Wer ein paar Kenntnisse von HTML besitzt, der kann beispielsweise auch auf den praktischen "HTML Editor Phase 5" zurückgreifen. Er ist für Privatanwender und Schulen kostenlos und beherrscht viele HTML-Tags, die per Knopfdruck in Dokumente eingefügt werden können, sowie CSS und Javascript. Mit ihm können ebenfalls ganze Webauftritte verwaltet und bearbeitet werden.
Der Bau - ohne HTML
Angebote von frei verfügbaren Programmen zum Bau einer Webseite gibt es im Web zuhauf. Die Spanne reicht hier von einfachen Baukasten-Systemen, bei denen Inhalte direkt im Browser eingegeben werden, bis hin zu anspruchsvolleren Content Management Systemen. HTML-Kenntnisse sind hier nicht unbedingt notwendig, doch helfen sie an der einen oder anderen Stelle weiter - gerade wenn individuelle Lösungen präsentiert werden sollen.
Die einfachste Lösung: Homepage-Tools im Browser
Bei den einfachen Baukasten-Systemen sucht man sich meist unter mehreren Vorlagen eine aus, die am ehesten den eigenen Vorstellungen entgegenkommt oder am besten zum Thema passt. Anschließend können relativ problemlos einzelne Seiten erstellt und dort eigene Texte, Bilder, Videos und Musikdateien eingestellt werden.
Netzwelt.de stellt einige dieser Systeme vor und bewertet sie. Anfänger, aber auch Fortgeschrittene, werden hier gut beraten:
Kostenlose Content Management Systeme
Für Anwender ohne umfangreiche HTML-Kenntnisse, die dennoch eine anspruchsvolle Webseite erstellen möchten, empfehlen sich etliche kostenlose Freeware-Web-Editoren oder Web-Content-Management-Systeme. Programme wie Typo 3, Joomla, Drupal oder Wordpress sind vergleichsweise einfach zu bedienen und arbeiten zuverlässig.
Private Webseiten oder die Präsentationen einer Schule lassen sich mit diesen kostenlosen Web-Editoren sehr gut gestalten. Sie erlauben das Anlegen komplexer Strukturen mit diversen Unterseiten. Sogar ein sogenannter Workflow ist teilweise möglich: An einer Website kann gemeinsam gearbeitet werden - mit unterschiedlicher Rechteverteilung: ungefähr wie in einer Redaktion mit Chefredakteur und Redakteur. Interessant ist dies zum Beispiel für Schulhomepages, deren Inhalte erst nach der Freigabe durch einen Administrator veröffentlicht werden sollen.
Und die meisten bieten, was die Darstellung angeht, sogar einiges an Komfort. Zum Beispiel können mithilfe von Modulen Bilder als Thumbnails (kleine Vorschaubilder) angezeigt oder in einer Slideshow präsentiert werden, wie die User es von den professionellen Onlineportalen bereits gewohnt sind.
Für Anfänger problematisch ist hingegen die manuelle Einrichtung eines solchen Systems, denn diese Systeme laufen nicht auf dem eigenen PC, sondern auf dem Rechner (Server) eines Providers. Zunächst gilt es also, sich eine Internetadresse (URL), am besten direkt in Verbindung mit Webspace, bei einem Provider zu sichern. Dann muss geklärt werden, welches System auf dem Rechner des Providers überhaupt läuft, welche Datenbanken und Skriptsprachen zugelassen sind. Schließlich muss das System (also z.B. Typo 3 oder Drupal) auf diesem Rechner installiert werden und es gilt, verschiedene Einstellungen vorzunehmen.
Dies schreckt viele Anfänger ab, doch mittlerweile gibt es einige Provider, die dem Anfänger eine Installation des Content Management Systems mit wenigen Mausklicks ermöglichen. Hier bekommt man dann alles auf einmal: Internetadresse, Speicherplatz, Vorlagen für das Aussehen der Seiten und ein System, mit dem man relativ einfach im Browser seine Inhalte einpflegen und verwalten kann.
Professionelle Programme
Ein Web-Editor wie Adobe Dreamweaver ist zwar als Profiwerkzeuge entwickelt worden, aber immer mehr Heimanwendern wagen sich daran. Denn mit ein bisschen Mut und Experimentiergeist kommen auch Laien mit diesen Programmen klar - sie müssen ja nicht alle vorhandenen Möglichkeiten nutzen. Zwar sind die aktuellen Versionen dieser Programme nicht gerade billig, aber vielleicht ersteigert man ja eine ältere Version bei eBay oder einem ähnlichen Anbieter.
An manchen Schulen bilden sich unter Umständen Arbeitsgruppen, die mit einem der professionellen Programme arbeiten und so bereits ihre Schüler in der Oberstufe auf zukünftige Berufe vorbereiten. Allerdings müssen Lehrer wissen, worauf sie sich einlassen. Dreamweaver etwa hat so seine Tücken, wenn es gilt, die Seiten miteinander zu vernetzen. Hier geht nichts ohne engagierte Schüler, die ein hohes Maß an Wissen in die Arbeitsgruppe mit einbringen.
Schulen im Netz
Ein Tipp für Schulen ist die Webseite "Schulhomepage":

Dort stehen Erfahrungsberichte von Schülern und Lehrern sowie Anleitungen zum Seitenbau zur Verfügung. Bewertungen von Content Management Systemen sind dort ebenso zu finden wie konkrete Anleitungen zu Joomla, das von Schulen gern benutzt wird. Zusammen mit Wordpress, TYPO3 und Drupal gehört Joomla zu den bekanntesten und meistverwendeten Open-Source-CMS (s.o.).
Bildungsserver einzelner Bundesländer bieten sogar spezielle E-Learning-Module zur Gestaltung der Schulhomepage an, z.B. in Hessen:
Andere Bundesländer, wie etwa der Stadtstaat Hamburg, stellen ihren Schulen kostenlos spezielle Redaktionssysteme zur Verfügung:
Übernommen werden außerdem die zentrale Administration, die Schulung und der Support. Es lohnt sich also, auf dem Bildungsserver des eigenen Bundeslandes nach entsprechenden Informationen und Angeboten zu suchen.
Apropos Schule - Unterrichtsmaterialien zum Thema Internet, wichtige Hinweise für den Bau einer Homepage und darüber, wie sich Jugendliche im Netz verhalten sollten, finden sich auf klicksafe.de. Unter anderem ist dort auch das Lehrerhandbuch "Ich bin öffentlich ganz privat - Datenschutz und Persönlichkeitsrechte im Web" zu Fragen der Privatsphäre im Netz zu haben.
Es gibt also genug Möglichkeiten, das eigene "Haus im Netz" zu bauen. Um böse Überraschungen zu vermeiden, müssen Sie aber auch die gesetzlichen Vorschriften einhalten. Ein paar Tipps:
Copyright, Urheberrecht und Impressum
Schon bei der Wahl des Namens der Webseite sind gewisse Regeln zu beachten. Es gilt: Besser keine Markennamen benutzen. Was bei der Wahl des Domainnamens zu beachten ist:
Alle Dateien (seien es Texte, Grafiken, Bilder, Musikstücke, Filmausschnitte), die nicht selbst erstellt werden, unterliegen dem Urheberrecht und eine unerlaubte Veröffentlichung kann sehr teuer werden. Bestimmungen des Urheberrechts sollten also unbedingt eingehalten werden. Am Besten, die Inhalte der Webseite stammen aus der eigenen Feder bzw. Kamera. Weitere Infos:
Webseiten müssen ein Impressum enthalten - das ist Vorschrift. Darin muss eine Person mit Postadresse, Telefonnummer und auch E-Mail-Adresse angegeben sein, damit die Besucher Kontakt mit dem Anbieter aufnehmen können. Informationen für genaue Angaben und einen Mustertext für den Disclaimer gibt es bei:
In sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter stellen manche Anwender statt des eigenen Fotos ein Comicbild ins Netz, etwa Micky Maus oder Asterix. Schon das verstößt gegen das Urheberrecht. Wer es mit den gesetzlichen Bestimmungen nicht so genau genommen hat - und sei es aus Unwissenheit - dem flattert unter Umständen eine Abmahnung ins Haus. Wie verhält man sich in solch einer Situation? Tipps dazu bei:
Wer will nicht gern wissen, wie viele Besucher sich tatsächlich auf seinen Seiten tummeln und vor allen Dingen, für welche Themen und Angebote sie sich am meisten interessieren? Auch dafür gibt es kostenlose Analysewerkzeuge, etwa Google Analytics. Damit werden allerdings auch sehr viele Informationen über die Website-Besucher an Google weitergegeben.
Unter Datenschützern ist deshalb seit Langem umstritten, ob man Analytics in Deutschland einsetzen darf, ohne die Benutzer zuvor um Erlaubnis zu fragen. Im vergangenen Jahr hat Google darauf reagiert. Webmaster können nun Google mitteilen, dass die IP-Adressen der Website-Besucher nur anonymisiert verarbeitet werden sollen.
Bevor man auf seiner eigenen Website also ein Analysetool einsetzt, sollte man sich unbedingt aktuell darüber informieren, wie es um den Datenschutz dieses Angebots bestellt ist.
Vorgaben für den Einsatz von Webanalyse-Tools hat der "Düsseldorfer Kreis", ein informeller Zusammenschluss der obersten Datenschutzbehörden, auf seiner Konferenz am 26./27. November 2009 in Stralsund unter dem Titel "Datenschutzkonforme Ausgestaltung von Analyseverfahren zur Reichweitenmessung bei Internet-Angeboten" beschlossen:
- Datenschutzkonforme Ausgestaltung von Analyseverfahren zur Reichweitenmessung bei Internet-Angeboten
Eine eigene Homepage des Kindes?
Der Wunsch eines Kindes, sich im Netz mit einer Homepage zu präsentieren, hat in den letzten Jahren abgenommen. Zu schwierig war der Bau einer solchen Seite - und umso einfacher war dieses Bedürfnis in sozialen Netzwerken wie schülerVZ zu befriedigen.
Hat ein Kind trotzdem den Wunsch nach einer eigenen Präsenz im Netz, so sollte zunächst klar sein, dass dies nicht ohne die Eltern geschehen sollte. Zu groß ist die Gefahr, dass das Kind Inhalte (Bilder, Musik, Texte) ins Netz stellt, ohne das Urheberrecht zu beachten oder ohne den Schutz der eigenen Daten zu berücksichtigen.
Zudem sollte Eltern bewusst sein, dass auch Menschen mit schlechten oder bösen Absichten die Seite entdecken und über ein Gästebuch oder die notwendigen Angaben im Impressum (Name, Anschrift, E-Mail-Adresse und ggf. auch die Telefonnummer) Kontakt mit dem Kind aufnehmen könnten.
Gefunden werden ...

Was nutzt die schönste Seite, wenn niemand sie findet? Homepagebesitzer sollten ihre Seiten wenigstens bei den großen Suchmaschinen anmelden. Diese Prozedur ist recht einfach und wird auf den Seiten der einzelnen Suchmaschinen gut erklärt. Oft übernimmt der Provider diese Aufgabe.
Dies allein reicht jedoch nicht aus, um tatsächlich Surfer auf die eigene Seite zu lotsen. Tatsächlich schauen sich die meisten Nutzer einer Suchmaschine höchstens die ersten 30 Ergebnisse an. Je nachdem, welches Thema die eigene Homepage hat, kann es schwer bis unmöglich sein, sich weit vorn zu platzieren. Je spezieller das Thema, desto größer sind die Chancen.
Helfen kann auch die Umsetzung kleinerer technischer Maßnahmen. Suchmaschinen durchsuchen den Inhalt der Seite, auch den Inhalt, der im Quelltext hinter der Seite steht - und ihre Suche kann geleitet und beeinflusst werden. Darüber gibt es dicke Bücher mit unendlich vielen Tipps, die Optimierung von Webseiten für die Suchmaschinen ist eine "Wissenschaft" für sich. Wer eine Homepage erstellt und gefunden werden möchte, sollte allerdings ein paar Grundregeln beachten:
- Metadaten eingeben
Wenn Sie sich den Quelltext einer Internetseite anschauen (rechter Mausklick auf eine freie Stelle, ohne Text und Bild, der Seite und auf "Quelltext anschauen" bzw. "Seitenquelltext anzeigen" klicken), sehen Sie oben Informationen, die mit "title", und "meta" gekennzeichnet sind. Der Titel ("title") beispielsweise legt fest, was im Browser ganz oben, in dem blauen Balken steht. Die Informationen, die unter "meta" zu finden sind, beschreiben kurz, was es auf dieser Seite zu entdecken gibt und liefern einzelne Inhaltsstichpunkte.
Diese Informationen werden von den Suchmaschinen ausgelesen und zeigen an, welche Inhalte auf dieser Seite wichtig sind.
Bei den oben genannten Content Management Systemen (Drupal, Joomla etc.) können diese wichtigen Daten ganz einfach eingegeben werden. - Internetadresse und Titel
Sowohl der genannte Titel als auch die URL, also der Name der Seite in der Internetadresse, sollten den Inhalt der Seite in Stichpunkten wiedergeben. Eine Seite über den Bau einer Internetseite sollte daher z.B. die URL haben: http://www.internet-abc.de/eltern/eigene-website-homepage-bauen.php. Der Titel einer Homepage-Startseite über Fotografie sollte nicht einfach "Start" oder "Startseite" heißen, sondern vielleicht "Fotografie: Tipps und Tricks". - Links richtig setzen
Wenn Links auf eigene Unterseiten gesetzt werden, so sollte ein aussagekräftiger Begriff verlinkt werden. Bei einem Link zu einer Unterseite mit dem Thema "Homepage bauen" sollte in dem Satz "Mehr Informationen finden Sie hier!" nicht der Begriff "hier" verlinkt werden. Besser ist ein Link mit dem Namen: "Informationen zum Thema ‚Homepage bauen'". Hier "erfährt" die Suchmaschine gleich, wohin der Link führt.
Ein weiteres Instrument: Twitter! Wer auf seiner Website häufig Neues zu vermelden hat, der sollte diesen Dienst für sich nutzen. Viele Unternehmen und Medien setzen Twitter bereits als Plattform zur Verbreitung ihrer Nachrichten ein. Jeder kann hier Informationen von 140 Zeichen Länge veröffentlichen. Entscheidend: Diese Meldung kann auch einen Link zur eigenen Website enthalten.
Auch die Vernetzung mit anderen, thematisch ähnlichen Seiten und die Bekanntmachung der eigenen Seiten über soziale Netzwerke können helfen, die eigene Homepage bekannter zu machen.
Ab ins Netz
Und wie kommen nun die eigenen Seiten, bei denen all diese Regeln beachtet wurden, ins Netz? Ganz einfach: Das passiert entweder direkt per Mausklick im Browser (bei den Browser-Homepage-Tools und den CMS) oder über FTP (File Transfer Protocol), einem der ältesten Internet-Dienste. Mit einem Programm "ftp-uploader" zum Beispiel werden Dateien zwischen dem eigenen Computer und einem Internet-Server ausgetauscht. Von Ihrem Provider erhalten Sie dafür USER-ID und Passwort.










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