Computerspiele und Jugendschutz
Fazit: Alterskennzeichnung von Video- und Computerspielen
Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass der Jugendmedienschutz im Bereich der Video- und Computerspiele ein weltweit kaum vergleichbares Niveau aufweist. Nirgendwo sonst findet die Prüfung und Alterseinstufung jedes Video- und Computerspieles durch einen Ausschuss unabhängiger Gutachter statt, nirgendwo sonst finden sich aufgrund der Bindungswirkung des Handels an die Altersfreigaben so weit reichende Regelungen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor ungeeigneten oder gar schädlichen Medieninhalten.
Unbeschadet dessen haben die Obersten Landesjugendbehörden eine Evaluation des gesamten Verfahrens bei dem renommierten Hans Bredow - Institut in Auftrag gegeben, um mögliche Schwachstellen zu erkennen und Veränderungen herbei zu führen.
Dies ist jedoch nur ein Schritt auf dem Weg zu einem effektiven Jugendmedienschutz. Aufgrund der weltumspannenden Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten besteht kaum eine realistische Chance, Kinder und Jugendliche vor ungeeigneten Medieninhalten - nicht nur im Video- und Computerspiel - zu schützen. Es ist daher ergänzend notwendig, Eltern über mögliche Gefährdungen aufzuklären und ihnen Wege aufzuzeigen, wie sie ihre Kinder vor potentiellen Gefahren schützen können. Zum anderen ist es notwendig, den Kindern so frühzeitig wie möglich Medienkompetenz zu vermitteln, damit sie die Medien sinnvoll und verantwortungsbewusst nutzen können.
Autor: Jürgen Hilse
Jürgen Hilse ist Diplom-Psychologe und derzeit der Ständige Vertreter der Obersten Landesjugendbehörden bei der Unterhaltungssoftware - Selbstkontrolle (USK) in Berlin.










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